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Vorderlader

Vorderlader und "Schwarzer Rauch"

Die Geschichte aller Schießsportarten hat mit Schwarzpulver und Vorderladern begonnen. Wer es war, der das Schwarzpulver entdeckt hat - oder genauer gesagt, welchem Land die Entdeckung zugeschrieben werden kann - ist immer noch nicht eindeutig geklärt mit großen Wahrscheinlichkeit China.

Schwarzpulver oder Pyrodex dient bei Vorderlader-Schusswaffen als Treibladung. Rauchloses Pulver darf bei Vorderladern NICHT als Ersatz verwendet werden. Die Zusammensetzung von Schwarzpulver ist seit mehr als zwei Jahrhunderten so gut wie gleich geblieben. Es ist eine Mischung aus 75 Teilen Kaliumnitrat, 15 Teilen Holzkohle und 10 Teilen Schwefel. Pyrodex hingegen ist ein Produkt des 20. Jahrhunderts. Es weist die Qualitäten, aber nicht alle Probleme des Schwarzpulvers auf. Die Laufseele wird von Pyrodex weniger verschmutzt als von Schwarzpulver. Allerdings wirkt Pyrodex dann am besten, wenn der Lauf genügend vorbereitet ist - das heißt, sobald drei bis fünf Schüsse zum Aufwärmen abgegeben worden sind.

Es gibt moderne 'In-line'-Vorderlader, die den zeitgenössischen Jagdgewehren ähnlich sind, und es gibt die verschiedenen traditionellen Gewehre zum freihändigen Schießen. Sie sind Nachahmungen der typischen Schusswaffen, die vor 1840 allgemein gebräuchlich waren. Mit einem Vorderlader kann dasselbe Schussbild und dieselbe Ballistik erzielt werden wie mit einem modernen Schrotgewehr. 

Immer mehr Sportschützen wenden sich Schwarzpulver-Waffen zu, um ihre Möglichkeiten bei der Jagd zu erweitern und ihre Geschicklichkeit als Jäger zu verfeinern. Da der Zielabstand bei Vorderladern begrenzt ist, sehen Sportschützen die Jagd mit Schwarzpulver als eine faszinierende Art und Weise, die eigenen Fähigkeiten zu erproben. Mit der richtigen Waffe und der richtigen Ladung kann praktisch jedes Wild erlegt werden.
LAGERUNG:
Nur Personen, die über eine gültige Schusswaffenlizenz verfügen - ausgestellt gemäß Waffen- und Munitionsgesetz von 1969 (Parlamentsakte 75 von 1969) - dürfen pro Waffenlizenz, die sie besitzen, 600 Gramm Treibladung in Form von Nitrozellulose in ihrer Wohnung vorrätig haben. Die Treibladung darf nur zum Privatgebrauch und nur zum Nachladen von Patronen für kleine Waffen benutzt werden, sie darf nicht verkauft und zu keinem anderen Zweck verwendet werden. Die Gesamtmenge der Nitrozellulose-Treibladung darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 2.400 Gramm betragen. In dieser Menge inbegriffen ist Schwarzpulver, das für sich allein gemessen höchstens 1.000 Gramm ausmachen darf.

GENEHMIGUNGEN UND TRANSPORT:
Der Transport von Schwarzpulver durch Privatpersonen, die keine entsprechende Genehmigung vorlegen können, ist nicht gestattet und zudem ÄUSSERST GEFÄHRLICH. Schwarzpulver ist sehr leicht entflammbar! Bevor ein Kunde zu seinem Jagdziel aufbricht, muss der Jagdführer, der ihn begleitet, eine Genehmigung (ACQUISITION, CONVEYANCE AND STORAGE OF GUNPOWDER PERMIT) für den Gast beantragen, die zum KAUF, zur BEFÖRDERUNG UND LAGERUNG VON SCHWARZPULVER berechtigt. Der Antrag wird beim Büro des Chefinspektors für Explosivstoffe eingereicht. Die Genehmigung wird innerhalb von 24 Stunden ausgestellt. Die Gültigkeitsdauer ist auf den in der Genehmigung vermerkten Zeitraum begrenzt.
Das Antragsformular ist bei jedem Waffenhändler und beim NAPHA-Büro erhältlich. Das Formular muss folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Berufsjägers und des Kunden.
  • Die Schwarzpulvermenge, die der Kunde zu kaufen wünscht. Die maximal zulässige Menge ist 1 kg.
  • Fabrikat und Seriennummer der Schusswaffe.
  • An- und Abreisedaten.
  • Eine Kopie des Ausweises des Berufsjägers.
  • Eine Kopie des Reisepasses und der Schusswaffenlizenz des Kunden.

Aufbewahrung:

Laut Gesetz muss Schwarzpulver entweder im Safe oder in einem verschließbaren Stahlkabinett aufbewahrt werden. Es darf zusammen mit anderen Treibladungen gelagert werden. Der Behälter muss gut verschlossen sein, damit das Schwarzpulver nicht feucht wird. Da Schwarzpulver sehr flüchtig ist, muss besonders darauf geachtet werden, dass es nicht verunreinigt wird.
VERFÜGBARKEIT UND ENTSORGUNG VON SCHWARZPULVER IN NAMIBIA

Leider ist zur Zeit kein Schwarzpulver in Namibia erhältlich. Sobald sich der Status ändert, informieren wir Sie entsprechend auf dieser Webseite.
BESTIMMUNGEN DES MINISTERIUMS FÜR UMWELT UND TOURISMUS (Ministry for Environment and Tourism, MET) ÜBER DIE JAGD MIT DEM VORDERLADER

In der Naturschutzverordnung von 1975 (Nr.4 von 1975) heißt es im Abschnitt 'Beschränkungen in Bezug auf Schusswaffen und Fanggeräte':

42. (1) Revolver, Pistolen und automatische Schusswaffen sind bei der Jagd auf Wild nicht gestattet. Schusswaffen, bei denen die Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses niedriger ist als unten angegeben, sind bei der Jagd auf die folgenden Wildarten ebenfalls nicht zulässig:

a. 5.400 joules: Büffel
b. 2.700 joules: Eland, Kudu, Oryx, Gnu, Kuhantilope, alle exotischen Wildarten
c. 1.350 joules: Springbock, Ducker

Dieser Abschnitt schreibt eine Mindestmündungsgeschwindigkeit für verschiedene Wildarten vor. Größere Kaliber mit höherer Mündungsgeschwindigkeit sind erlaubt.

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